Archiv für den Monat Oktober 2009

Verbandstreffen Mittwoch 04.11.09

29. Oktober 2009 von admin | keine Kommentare
Am Mittwoch, 04.11.09, findet das zweite Mitgliedertreffen des Schweizer Verbandes für Krisenkommunikation statt. Fritz Lehmann, Kommandant der Stadtpolizei Winterthur, wird zum Thema  ”Der kleine Sun Tsu des kommunikativen Krieges” referieren.

Fritz Lehmann hat uns freundlicherweise in die Kommando-Zentrale der Stapo Winterthur eingeladen. Herzlichen Dank. Treffpunkt ist um 17:00 Uhr beim Polizeikommando, Obertor 17, Winterthur.

Danach werden wir uns zum Apéro in ein nahegelegenes Lokal begeben. Wer sich noch nicht angemeldet hat und gerne am Mitgliedertreffen teilnehmen möchte, schreibt sich bitte auf dem doodle ein. Natürlich sind auch weitere interessierte Personen herzlich eingeladen.

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kurz vorgestellt: Christoph Ottiger

23. Oktober 2009 von admin | keine Kommentare

Christoph Ottiger, alea iacta Gruppe, Leiter/Inhaber alea iacta corporate & marketing communications, Rorschach SG

Die Agentur

Christoph Ottiger ist in der Kommunikationsbranche kein Unbekannter: Nach einer Bankausbildung und Fachausbildungen im Bereich Public Relations und Unternehmenskommunikation (zuletzt Master of Science of Communications Management an der Universität Lugano) war er unter anderem bei der Mediapolis und in seiner eigenen Agentur tätig. Von 2005 bis 2008 leitete er als Direktor das Schweizerische Institut für Public Relations (SPRI) in Zürich. Seit Mitte 2008 war er im Leitungsteam der bbz st. gallen ag tätig, einem Dienstleister in der Managementberatung und Personalentwicklung. Er verantwortete zuletzt den Bereich Führungsausbildung, Marketing und Kommunikation. In seiner neuen, von Rorschach aus tätigen Firma, begleitet und betreut er Kunden in den Bereichen: Corporate Communications, Marketing Communications, Brand Management sowie Leadership Branding und Leadership Communications.

Krisenmanagement: Die Erfahrungen und das Angebot

Eine wichtige Kernkompetenz der Agentur-Gruppe bildet die Begleitung von Organisation und Personen in ‚anspruchsvollen Situationen‘. Jede Krise ist einmalig – in der Entstehung, Entwicklung und in der Bewältigung und verlangt daher nach individuellen Kundenlösungen, so Ottiger. Die Agentur Gruppe greift auf jahrelange Expertise, ein bewährtes Netzwerk und eigens entwickelten Instrumenten zurück. Sie konzentriert sich im Krisenmanagement auf die Analyse und Bewertung von Krisenpotenzialen, erstellt Analysen und bewertet Szenarien sowie erarbeitet adäquate Strategien und Aktionspläne. Coaching und Training runden das Angebot ab.

Die alea iacta Gruppe

Die alea iacta-Gruppe besteht aus der alea iacta ag (Roger Tinner), der alea iacta pr & consulting gmbh (Iwan Köppel), der alea iacta corporate & marketing communications (Christoph Ottiger) und der schalter & walter gmbh. Sie bietet alle Dienstleistungen und Disziplinen integrierter Kommunikation aus einer Hand an und bedient Kunden aus Wirtschaft, Non-Profit und öffentlicher Hand.

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Vier Gründe, weshalb Krisenkommunikation oft schief läuft.

22. Oktober 2009 von Roland Binz | keine Kommentare

Fast täglich lässt sich in den Medien beobachten, wie Unternehmen und Persönlichkeiten in der Krisenkommunikation versagen und ihrem Image damit schaden. Vier Hauptgründe sind Ursache dafür.

1. Der menschliche „Anti-Krisen-Reflex“
Krisenkommunikation ist Psychologie pur. Droht harsche Kritik oder sogar eine Krise, schaltet das menschliche Gehirn reflexartig auf Abwehr. Betroffene schweigen, verneinen, bestreiten und rechtfertigen sich fern jeder Selbstkritik. Denn eine schwierige Situation wird von Direktbetroffenen (Executives, Mitarbeitenden oder sogar Kommunikationsverantwortlichen) als – oft ungerechtfertigter – Angriff wahrgenommen. Das führt zu ungeschickten Äusserungen, die eine Krise nähren, verstärken oder überhaupt erst entstehen lassen.

Beispiel 1: France Télécom in Sachen Suizide im Unternehmen
Beispiel 2: Das Zürcher Filmfestival und die Filmindustrie im Fall Roman Polanski.


2. Die undurchsichtige Fehlinformation
Treten erste Anzeichen einer Kommunikationskrise auf, überlegen sich die Beteiligten Gegenmass-nahmen. Oft mangelt es dabei an Transparenz, weil unangenehme Informationen bewusst oder unbe¬wusst verdrängt werden in der irrigen Annahme, dadurch positive Signale zu senden. Da die Informa¬tionen jedoch früher oder später ans öffentliche Licht kommen, ist die mangelnde Transparenz und daraus resultierende Fehlinformation oft Ursache und Multiplikationsfaktor von Kommunikationskrisen.

Beispiel: Der ehemalige Schweizer Verteidigungsminister n der Affäre um den Armeechef Roland Nef.

3. Der unterschätzte „Peanuts-Effekt“
Der Anfang einer Krise wird in der Regel unterschätzt. Nicht selten beginnt eine Kommunikationskrise mit einer simplen Anfrage oder Recherche eines Lokaljournalisten. Zu diesem Zeitpunkt liesse sich der Schaden noch begrenzen. Doch meist wird einem kleinen Feuerchen zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, so dass ein Windstoss genügt, um einen Flächenbrand auszulösen und das über lange Zeit aufgebaute Image stark zu beschädigen.

Beispiel 1: Der Weltkonzern Müller Martini droht, anstatt offen zu informieren.
Beispiel 2: Wie der Sportartikel-Hersteller Jako selber ins Abseits rannte.
Beispiel 3: Hilmar Kopper, ehemaliger Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG über 50 Mio. DM.
Beispiel 4: Bundeskanzlerin Angela Merkel zur umstrittenen „Ackermann-Party“ im Kanzleramt.


4. Die gleichgültige Unachtsamkeit
Häufig sind unbedachte Handlungen der Auslöser für Image schädigende Kommunikationskrisen. Die Macht des Bildes im Vergleich zum Text wird ausser Acht gelassen. Oder Verantwortliche unterlassen es aus Zeitmangel oder Gleichgültigkeit, eine im Fernsehen aufgezeichnete Stellungnahme oder ein Interview zu wiederholen, wenn der Auftritt misslungen ist.

Beispiel 1: UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer zu den Manager-Boni im Schweizer Fernsehen.
Beispiel 2: Stinkefinger der Fussball-Schiedsrichters und Victory-Zeichen des Deutsche Bank Chefs.

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Bundesrätliche Krisenkommunikation

5. Oktober 2009 von admin | 1 Kommentar

In einem Artikel zur Krisenkommunikation der Bundesräte in der Südostschweiz am Sonntag vom 04.10.09 werden die Vorstandsmitglieder des Verbandes zu deren Einschätzung befragt. Zudem wird der Verband für Krisenkommunikation in einem Kasten vorgestellt.

Wenn sieben Egos kommunizieren

«Kakophonie» – so lautet das Urteil des CVP-Präsidenten Darbellay über die bundesrätliche Kommunikation der letzten Wochen. Experten machen die grossen Egos der Magistraten dafür verantwortlich und fordern eine Regierungsreform.

Von Sermîn Faki

Bern. – Boni für Pleitebanker, Schweizer Geiseln in Libyen und die Verhaftung eines Kultregisseurs: Die wirtschaftlichen und politischen Eliten des Landes stehen derzeit unter Beschuss wie selten. Alles eine Folge schlechter Kommunikation, sagen Experten. «In Sachen Krisenkommunikation ist die Schweiz ein Schwellenland», bringt es Roger Huber, Präsident des Schweizer Verbandes für Krisenkommunikation (siehe Kasten), auf den Punkt. Der ehemalige Journalist bietet Medientrainings für Führungskräfte an und findet, dass Topmanager und Politiker zu wenig gut geschult sind, um erfolgreich zu kommunizieren. «Viele überschätzen ihre Fähigkeiten, vor allem, weil sie keine Kritik mehr gewohnt sind.» Dabei, davon ist Huber überzeugt, kann man mit guter Vorbereitung eine Krise besser überstehen.

Der vollständige Artikel ist hier (pdf) zu lesen.

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