Archiv für den Monat Februar 2010

Mitgliedertreffen 10.02.10 – Krisenstabsarbeit – sensible Bankdaten, Informanten und der Geheimdienst

17. Februar 2010 von Gaudenz Weber | keine Kommentare

Am letzten Mittwoch schilderte uns Andre Jacomet, Ausbildung + Entwicklung (andrejacomet.ch), beim Mitgliedertreffen seine Arbeit als Krisenstabsleiter in einem lichtensteinischen Finanzunternehmen. Der nicht nur aktuelle, sondern durchaus auch filmreife Fall beinhaltete alle Komponenten einer komplexen und hochdynamischen Situation, bei der schnelles, unkonventionelles und manchmal eben auch improvisiertes Handeln zur erfolgreichen Bewältigung der Krise ausschlaggebend war.

Das betreffende Unternehmen wurde unverhofft und abrupt mit einer existenzbedrohenden Situation konfrontiert, die so in den Krisen-Szenarien und -Vorkehrungen nicht vorhanden war. Die Beratung und Unterstützung von externen Beratern war für das Institut von grösster Wichtigkeit, da zum einen der Krisenstab selbst in die Krise verwickelt hätte sein können und zum anderen die Thematik für das Lichtensteiner Finanzumfeld hoch emotional und destabilisierend war. Der berühmte “Blick von aussen” war wohl entscheidend für die Bewältigung der Situation. Zudem wurde das Unternehmen natürlich in professioneller Datenbeschaffung und Krisenstabsarbeit unterstützt.

Andre Jacomet überraschte die Mitglieder des Verbandes an diesem Abend mit einer Entwicklung des Falles, die man sonst nur aus dem Kino kennt. Geheime Treffen, Überwachung durch den Geheimdienst, abgehörte Telefone und Autoverfolgungsjagden. Der Fall ist derart brisant, dass hier auf weitere Details verzichtet werden muss. Vielen Dank an Andre für die lebhafte und engagierte Nacherzählung eines sehr lehrreichen Krisenfalles.

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Wie man blitzschnell eine Marke abwrackt

15. Februar 2010 von Gaudenz Weber | keine Kommentare

Thomas Hillebrand gibt auf Spiegel Online eine sehr polemische Anleitung zum Abwracken einer Marke – Toyota in diesem Falle.

Der Blog Menschen im Vetrieb liefert die Zusammenfassung, die heri wiedergegeben wird:

Ein Lehrbuchfall für misslungene Krisenkommunikation!

Unternehmerischer Erfolg ist wie Skibergsteigen. Auf den Gipfel zu steigen  ist beschwerlich und dauert sehr lange. Wenn man einmal oben ist, kann man aber sehr schnell wieder abfahren – mitunter schneller, als einem lieb ist.

Wenn Sie neidisch sind auf die enorme Dynamik und Geschwindigkeit bergab, die Toyota in den letzten Wochen gezeigt hat, dann kann ich Sie trösten! Sie können das auch:

  1. Erster Schritt: Sie manövrieren sich in einen Krise gewaltigen Ausmaßes. Sie bauen so richtig Mist! Schlechteste Qualität in Ihren Produkten oder Dienstleistungen z.B.
  2. Zweiter Schritt: Sie warten! Augen zu, Ohren zu und ja nichts sagen.
  3. Dritter Schritt: Wenn der Druck der Presse zu groß wird – verstecken Sie sich als Chef. Schicken Sie immer einen (bedeutungslosen) Mitarbeiter an die PR – Front.
  4. Vierter Schritt: Lösen Sie das Problem nicht bei den Wurzeln. Betreiben Sie nur Kosmetik.
  5. Fünfter Schritt: Zuerst denken Sie immer an Ihre Betriebsergebnis, dann erst an Ihre Kunden. Vielleicht erhöhen Sie gerade jetzt die Preise. Das wirkt!
  6. Sechster Schritt: Streiten Sie alles ab und weisen Sie die Schuld immer anderen zu (z.B. den Zulieferern)
  7. Siebenter Schritt: Lenken Sie mit banalen Dingen vom Hauptproblem ab. Verwöhnen Sie die Presse (vorallem jene, die am lautesten schreien) mit kleinen Geschenken.
  8. Achter Schritt: Und das wichtigste! Spielen Sie auf Zeit! Irgendwann löst sich jedes Problem. Auch das Ihrer “guten” Marke.

Toyota hat es vorgezeigt – machen Sie es  NICHT nach!

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Erfahrungen als Krisenstabsleiter – sensible Bankdaten, Informanten und der Geheimdienst

2. Februar 2010 von Gaudenz Weber | keine Kommentare

Beim Mitgliedertreffen des Schweizer Verbandes für Krisenkommunikation nächste Woche, 10.02.2009, wird Andre Jacomet von Ausbildung + Entwicklung von seinen Erfahrungen als Krisenstabsleiter in einem liechtensteinischen Finanzunternehmen berichten. Ein bekanntlicherweise besonders brisanter Fall, und aus bekanntem Anlass nicht weniger aktuell. Der Umgang mit einem Informanten, der sensible Kundendaten an den deutschen Geheimdienst verkaufen wollte, war die grösste Herausforderung in vorliegenden Case, zumal nicht öffentlich über den Verkauf der Daten debattiert wurde.

Andre Jacomet verfügt über grosse Erfahrung mit innovativen Ideen und deren Umsetzung in kleinen und grossen Unternehmen. Seit über 25 Jahren ist er in allen Facetten der IT tätig. Andre Jacomet ist Kurs- und Seminarleiter mit Fokus auf Technologie und Psychologie. Er ist Mitglied im Emergency Pool von “The Reputation Rescue Company” für Krisenkommunikation und verfügt über ein Diplom für Somatic Experiencing® Traumaheilungs-Therapie nach Dr. Peter Levine, was er speziell bei Kriseninterventionen und beim Coaching von Kaderleuten einbringt. Mehr Informationen auf www.andrejacomet.ch.

Wir freuen uns über weitere Anmeldungen, die einfach und formlos über den Doodle-Link möglich sind. Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen. Das Treffen findet am 10. Februar 2010 um 17:00 Uhr im Le Lyonnais Nähe HB Zürich statt.

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