Tag: Krisenkommunikation

Der VKK äussert sich zum FCSG-Desaster

30. August 2010 von admin | keine Kommentare

In der Samstags-Ausgabe des St. Galler Tagblatts äussert sich der Präsident des Schweizer Verbandes für Krisenkommunikation zum Kommunikationsdesaster des FC St.Gallen.

ST.GALLEN. Der Kanton St.Gallen erfüllt die Forderung nach mehr Transparenz und publiziert ergänzendes Zahlenmaterial zur Sanierung der AFG-Arena- Gesellschaften. Ein Akt des Nachbesserns im Schockzustand, doch die Kritik bleibt – zumal am «katastrophalen Krisenmanagement».

«Weckt ungute Gefühle»

Weit weniger Fachwissen braucht es für die Erkenntnis, dass die Kommunikation versagt hat. Da ist sich das Publikum einig – vom Stehplatz bis zur teuersten Loge. Roger Huber, Präsident des Schweizer Verbandes für Krisenkommunikation mit Sitz in St. Gallen, bringt es auf den Punkt: «Der Auftritt des FC St.Gallen ist missglückt. Erneut wurde es verpasst, Transparenz zu schaffen, erneut wurde die Emotionalität beim Faktor Geld unterschätzt. Wer immer wieder Geld von den Steuerzahlern fordert, muss transparent sein, sonst verliert er das Vertrauen und wird angreifbar. Der Fall Swissair – nicht nur in der Kommunikation – hat gezeigt, dass solches Gebaren und Intransparenz in einer Katastrophe endet.»

Huber urteilt weiter: «Ein Krisenmanagement war und ist nicht vorhanden. Man hat die bestehenden Probleme wieder nicht auf den Tisch gebracht. Es war ein arroganter Auftritt. Man fordert viel, ist aber nicht bereit, etwas zu geben. So blieben mögliche Sponsoren und Investoren im Dunkeln. Das weckt ungute Gefühle. Muss man etwas verstecken?»

«In Sackgasse manövriert»

Die Kommunikation war höchst unprofessionell, urteilt der Kommunikationsberater. «In Krisensituationen gibt es nur eine Stimme, die die Botschaften gegen aussen vertritt.

Am Donnerstag haben aber höchst unterschiedliche Personen unterschiedliche Aussagen abgegeben. Zurück bleibt ein verstörtes Publikum.» Damit aber habe sich der FCSG «in eine Sackgasse manövriert».

Gibt es Aussicht auf Besserung? «Es wird schwierig. In der jetzigen Situation wird kein Geld für einen uneinsichtigen Sportclub fliessen.

Nur wenn der FCSG sofort auf Transparenz setzt, wenn ein kompetenter Krisenmanager demütig die Positionen des Clubs vertritt und endlich eine echte Bereitschaft herrscht, die dringend nötigen personellen und strukturellen Veränderungen umzusetzen, dann könnte der Wind drehen.» Hubers Schlussfolgerung: «Der FCSG leidet am Swissair-Syndrom, denn das Management des Fussballclubs hat interne Strukturen, die es verhindern, eine klare Aussensicht wahrzunehmen. Dies zeigt sich übrigens auch bei den meisten anderen Schweizer Fussballclubs.

Deren Kommunikation ist bedenklich schwach.»

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SAVE THE DATE – Mitgliedertreffen Herbst und Winter 2010

24. August 2010 von Gaudenz Weber | keine Kommentare

Die Mitgliedertreffen bis Ende Jahr finden wie geplant an den folgenden Daten statt. Für das September- und Oktobertreffen steht zudem bereits ein Referent fest. Genauere Details zu den Referaten werden einige Tage im Voraus verschickt. Wir freuen uns aber sehr, wenn sich weitere Mitglieder für die einzelnen Treffen anmelden.

Wir haben auf Grund der Erfahrungen der letzten Treffen die Zeit neu angesetzt.

Neu treffen wir uns ab 18:00 Uhr für ein erstes Networking und beginnen jeweils um 18:30 mit den Referaten.

Mittwoch, 08. September 2010, Gnüsserei im Puls 5 in Zürich

Es referiert Herr Stefan Bischof von Dun & Bradstreet über den Umgang mit Wirtschaftsinformationen, Bonitätsauskünfte und Firmenbewertungen in der Krisenkommunikation. Er legt ein Augenmerk auf die Risikoanalyse und die Prävention und isnbesondere auf die Zuverlässigkeit von Key-Daten in der Kommunikation.

Donnerstag 07. Oktober 2010, Au Premier im Hauptbahnhof Zürich

Es referiert Herr Franco Gullotti, ehem. stellv. Leiter der Swiss über seine Erfahrungen in zahlreichen Krisensituationen (Unfall, Streik, Bombendrohung, Bonidiskussion, Personalabbau, Betriebsstörungen durch Wetter, Pandemien, etc.)

Mittwoch, 03. November 2010, Volkshaus Zürich

Donnerstag 02. Dezember, Au Premier im Hauptbahnhof Zürich

Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen, die über das Doodle möglich sind. Eine Bearbeitung der bereits getätigten Einträge ist über den unter der Tabelle stehenden Link >> einen Eintrag bearbeiten möglich.

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Duisburg: Verantwortliche von Tragödie überrascht, überrumpelt und überfordert.

30. Juli 2010 von Roland Binz | keine Kommentare

Als wäre die Massenpanik an der Loveparade in Duisburg nicht tragisch genug: Veranstalter und Stadtbehörden verschlimmern mit ihrer hilf- und strategielosen Kommunikation mehr als nur ihre eigene Situation – und verursachen so schwer abschätzbare Folgeschäden. Von Krisenkommunikation kann da keine Rede sein. Der Rücktritt des Oberbürgermeisters ist deshalb als Konsequenz unausweichlich geworden. Bei aller Kritik gibt es indes eine Akteurin, die vorbildlich und souverän agiert und kommuniziert. Ganzer Artikel lesen auf dem Krisenblog


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Mitgliedertreffen 03. Juni – Krisenmanagement beim Bund

1. Juni 2010 von admin | keine Kommentare

Das Mitgliedertreffen vom 03. Juni findet um 17:00 Uhr im Au Premier direkt im HB Zürich statt.

Wir freuen uns sehr, Herrn Nicolas Mueller, Leiter der Krisenmanagementausbildung des Bundes, als Referenten gewonnen zu haben. Herr Müller spricht über seine langjährigen Erfahrungen im Krisenmanagement auch beim Roten Kreuz. Er wird über die Krisenmanagementausbildung des Bundes erläutern, das Portfolio der KMA des Bundes mit Fokus auf die vergangene Strategische Führungsübung SFU 09 vorstellen, über die Stakeholder und die damit verbundenen Herausforderungen sprechen und ein grösseres Projekt im Bereich nationales Krisenmanagement vorstellen.

Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen, die über das Doodle http://www.doodle.com/7q993qetcr44fvcu möglich sind. Eine Bearbeitung der bereits getätigten Einträge ist über den unter der Tabelle stehenden Link >> einen Eintrag bearbeiten möglich.

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BP hat nichts gelernt

10. Mai 2010 von admin | keine Kommentare

Roger Huber, Präsident des Schweizerischen Verbandes für Krisenkommunikation wird in einem Artikel auf 20min-Online zur Kommunikationsweise von BP nach dem Versinken einer Ölbohrplattform befragt.

BP hat nichts gelernt

von Werner Grundlehner – Wie ein kleines Kind: Abstreiten, anderen die Schuld geben und erst zugeben, wenn nichts anderes mehr möglich ist. Wieso BP aus Kommunikationsdesastern wie Brent Spar nichts gelernt hat.

Zwei Wochen nach dem Versinken einer Ölbohrinsel im Golf von Mexiko kann BP das austretende Öl noch immer nicht stoppen. Mittlerweile bedroht ein Ölteppich mit einer Ausdehnung von 80 auf 130 Kilometer Umwelt, Tourismus und Fischerei. Was machen die Briten? Erst gar nichts, dann versuchen sie die Schuld auf die Eigentümerin der Insel, das Schweizer Unternehmen Transocean, zu schieben. Erst als der Benzinmulti keine Wahl mehr hat, übernimmt er Verantwortung und gibt bekannt, alle Kosten zu übernehmen. Diese könnten horrend werden. Denn: Vielleicht wird das Leck erst in einigen Wochen gestopft. Das würde zu riesigen Schäden führen. Hochrechnungen gehen mittlerweile von bis zu 14 Milliarden Dollar aus. Die BP-Aktionäre konnten sich bereits jetzt 23 Milliarden Dollar ans Bein streichen.

Mit dem «grünen» Image ist’s für einige Jahre vorbei.(Bild: Keystone«Oft ist der erste Reflex der Unternehmen zu schweigen. Man will das positive Image wahren und hofft, das Problem schnell beheben zu können», sagt Professorin Katarina Stanoevska vom Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Uni St. Gallen. Das Schweigen öffne aber Raum für Interpretationen durch externe Quellen, die es nicht unbedingt gut mit dem Unternehmen meinten. «Nachdem Präsident Obama öffentlich bekannt gegeben hat, dass rechtlich BP die Verantwortung trage, war der Versuch, die Verantwortung zu leugnen ein grosser Fehler», so Stanoevska.

Die «Rechtsverdreher» setzen sich durch

In solchen Fällen tobe firmenintern immer ein Konflikt zwischen Juristen und Kommunikationsabteilung und die Geschäftsleitung tendiere meistens Richtung Juristen, erklärt Roger Huber, Präsident des Schweizer Verbands für Krisenkommunikation. Die Juristen hätten immer die Ansicht, dass man am Besten gar nichts sagt. «Bei börsenkotierten Unternehmen ist die Tendenz zu schweigen noch ausgeprägter», sagt der Kommunikationsprofi.

Die Lernkurve der Unternehmen für Krisen-Kommunikation ist gemäss Huber flach. Will heissen: Erfahrungen aus der Vergangenheit werden nicht genutzt. «Das ist aber nicht nur in der Ölindustrie so. Unsere Finanzindustrie liefert dazu auch unrühmliches Anschauungsmaterial», meint Huber. Schwer geschnitzert habe vor einigen Jahren beispielsweise Adecco. Das Verschieben eines Gewinnausweises ohne Angabe von Gründen hätten die Aktionäre 3 Milliarden Franken Börsenkapitalisierung gekostet. Später stellte sich heraus, dass der Grund eine Falschverbuchung von 28 Millionen Franken war.

Die Kommunikation ist unterdotiert

Ein Grund für PR-Desaster sei auch der Umstand, dass die Kommunikationsabteilungen in den vergangenen fünf Jahre permanent ausgedünnt wurden.«Es reicht kaum fürs Tagesgeschäft. Eine Krisenkommunikation muss man aber vor der Krise planen.» Es braucht gemäss Verbandspräsident aktualisierte Dossiers zu 10 bis 30 möglichen Krisen. «90 Prozent der Schweizer Unternehmen sind nicht vorbereitet, beim Rest sind viele der Krisen-Dossiers veraltet», glaubt er.

BP ist aber nicht in existenzieller Not, wie das Unternehmen die Öffentlichkeit glauben machen will. Der Schaden ist für ein Unternehmen dieser Grösse tragbar, zudem gibt es Rückversicherungen. «Entscheidend für das Image von BP ist beispielsweise, wie fair mit den Fischern im Golf von Mexiko umgesprungen wird», so Huber. Aber: Das Gedächtnis von Konsumenten und Medien sei kürzer geworden. Trotzdem brauche es viele Jahre und viel Werbefranken, bis BP wieder ein «grünes Mäntelchen» umhängen könne.

Nach Ansicht der St. Galler Professorin braucht BP nun dringend Erfolge und eine positive Kommunikation darüber. «Mit der Übernahme der Verantwortung und einer detaillierten Auflistung der Schäden hat BP erste Schritt in die richtige Richtung unternommen», so Stanoevska. Bezüglich Vergänglichkeit des Imageschadens vertritt die Professorin aber die Meinung, dass das kollektive Gedächtnis dank sozialer Netzwerke wie Wikipedia besser geworden sei: «Der Vorfall von Brent Spar wird so auch nach fünfzehn Jahren immer wieder mit Shell in Verbindung gebracht.»

Schmierig kommuniziert
Die Öl-Multis sollten wissen, dass die öffentliche Meinung zu managen genauso wichtig ist, wie Ölteppichen zu beseitigen. Doch immer wieder tappen die Konzerne in die PR-Falle. Sie verhalten sich arrogant und unprofessionell. Als Vorzeigemodell für ein PR-Desaster gilt der Fall der Ölplattform Brent Spar von Shell. Im Jahr 1995 zwang Greenpeace den Erdölgiganten Shell in die Knie. Der Konzern wollte die Plattform Brent Spar, die nicht mehr gebraucht wurde, in der Nordsee versenken. Greenpeace kurvte medienwirksam mit kleinen Booten um die riesige Bohrinsel (die notabene kein Öl verlor) und zementierte den Eindruck, dass David gegen Goliath antrat. In der Öffentlichkeit kamen Ängste vor Umweltkatastrophen im Ausmass der gestrandeten Tanker Amoco Cadiz und Exxon Valdez hoch. Die Präsenz in allen Medien führte zu einem Boykottaufruf. Der Tankstellenumsatz von Shell sank so rapide, dass der Konzern klein beigab und die Plattform an Land verschrottete.

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Mitgliedertreffen vom 05. Mai – Lawinenunglück im Diemtigtal

14. April 2010 von Gaudenz Weber | keine Kommentare

Wir freuen uns sehr, am nächsten Mitgliedertreffen am Mittwoch, 05. Mai, Sascha Hardegger von der REGA begrüssen zu dürfen. Er wird uns das Lawinenunglück im Diemtigtal aus kommunikativer Sicht näher bringen und über seine Erfahrungen als Kommunikationsleiter der REGA sprechen.

Er betont, dass er sich über einen regen Austausch und eine lehrreich Diskussion freut. Deshalb freuen wir uns über weitere zahlreiche Anmeldungen, die über das Doodle möglich sind. Änderungen in der Liste sind am Schluss über den Link <<einen Eintrag bearbeiten möglich. Bitte nur eigene Einträge ändern. Anmeldungen sind auch per Mail möglich.

Wir treffen uns um 17:00 Uhr im Lindensaal der Linde Oberstrass. Anfahrtsplan.

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Schweizerischer Verband für Krisenkommunikation feiert ersten Geburtstag

16. März 2010 von Gaudenz Weber | keine Kommentare

Medienmitteilung zur ersten Generalversammlung vom 16.03.2010

Der Schweizer Verband für Krisenkommunikation feiert an der Generalversammlung am 25. März seinen ersten Geburtstag und freut sich, bereits über 50 Mitglieder zu zählen. Seit einem Jahr treffen sich die Verbandsmitglieder regelmässig zu einem intensiven Gedankenaustausch. An jedem Treffen wird ein Referat gehalten, bei dem ein aktueller oder besonders brisanter Fall aus der Praxis begutachtet wird.

Der erste Schweizer Branchenverband für Krisenkommunikation und Reputationsmanagement will die Qualität der Krisenkommunikation durch einen verbindlichen Kodexes verbessern und sichern. Der wissenschaftliche Beirat des Verbandes arbeitet derzeit intensiv an dem Kodex, der im Laufe des Jahres den Mitgliedern vorgestellt wird. Ein weiterer Fokus des Verbandes ist die Aus- und Weiterbildung, um die Professionalisierung der Krisenkommunikation in der Schweiz voranzutreiben. Ebenfalls in Vorbereitung ist der „Krisenkommunikator des Jahres“, eine jährlich zu vergebende Auszeichnung für professionelle Arbeit in der Krisenkommunikation.

„Wir konnten seit der Gründung unseres Verbandes namhafte Persönlichkeiten als Mitglieder unseres Verbandes begrüssen,“ erklärt Roger Huber, Präsident des Verbandes. „Die Professionalisierung und Vernetzung der Branche werden wir weiter vorantreiben, denn erfahrene Krisenkommunikationsspezialisten sind in der Schweiz weiterhin rar“. Berufsverwandte Institutionen und Unternehmen, die bei der Krisenvorbereitung, -bewältigung und -nachbearbeitung ihre Aufgaben wahrnehmen, sind in den Verband assoziert. Darunter befinden neben Agenturen und Kommunikationsberatern auch Unternehmen und Experten aus Bereichen wie Care Giving, Risiko- und Krisenmanagement und Strategieumsetzung.

„Unsere Vision ist es, anhand von Ausbildung und Professionalisierung eine geschützte Berufsbezeichnung etablieren zu können.“ Dabei hat die Qualitätssicherung der multidisziplinären Tätigkeiten und Aufgaben der professionellen Krisenkommunikation oberste Priorität. Der Kodex verpflichtet die Mitglieder, sich an die geforderten Leitlinien und Qualitätsstandards des Verbandes zu halten.

Der Verband vertritt die Interessen der Verbandsmitglieder und der gesamten Branche nach aussen. „Wir werden das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer professionellen und proaktiven Kommunikation in kritischen Situationen in der Unternehmenswelt weiter stärken“, so Präsident Roger Huber. Interessierte Personen sind herzlich eingeladen, an der GV und dem anschliessenden Referat teilzunehmen. Mehr Informationen unter www.verband-krisenkommunikation.ch/

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Mitgliedertreffen 10.02.10 – Krisenstabsarbeit – sensible Bankdaten, Informanten und der Geheimdienst

17. Februar 2010 von Gaudenz Weber | keine Kommentare

Am letzten Mittwoch schilderte uns Andre Jacomet, Ausbildung + Entwicklung (andrejacomet.ch), beim Mitgliedertreffen seine Arbeit als Krisenstabsleiter in einem lichtensteinischen Finanzunternehmen. Der nicht nur aktuelle, sondern durchaus auch filmreife Fall beinhaltete alle Komponenten einer komplexen und hochdynamischen Situation, bei der schnelles, unkonventionelles und manchmal eben auch improvisiertes Handeln zur erfolgreichen Bewältigung der Krise ausschlaggebend war.

Das betreffende Unternehmen wurde unverhofft und abrupt mit einer existenzbedrohenden Situation konfrontiert, die so in den Krisen-Szenarien und -Vorkehrungen nicht vorhanden war. Die Beratung und Unterstützung von externen Beratern war für das Institut von grösster Wichtigkeit, da zum einen der Krisenstab selbst in die Krise verwickelt hätte sein können und zum anderen die Thematik für das Lichtensteiner Finanzumfeld hoch emotional und destabilisierend war. Der berühmte “Blick von aussen” war wohl entscheidend für die Bewältigung der Situation. Zudem wurde das Unternehmen natürlich in professioneller Datenbeschaffung und Krisenstabsarbeit unterstützt.

Andre Jacomet überraschte die Mitglieder des Verbandes an diesem Abend mit einer Entwicklung des Falles, die man sonst nur aus dem Kino kennt. Geheime Treffen, Überwachung durch den Geheimdienst, abgehörte Telefone und Autoverfolgungsjagden. Der Fall ist derart brisant, dass hier auf weitere Details verzichtet werden muss. Vielen Dank an Andre für die lebhafte und engagierte Nacherzählung eines sehr lehrreichen Krisenfalles.

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Wie man blitzschnell eine Marke abwrackt

15. Februar 2010 von Gaudenz Weber | keine Kommentare

Thomas Hillebrand gibt auf Spiegel Online eine sehr polemische Anleitung zum Abwracken einer Marke – Toyota in diesem Falle.

Der Blog Menschen im Vetrieb liefert die Zusammenfassung, die heri wiedergegeben wird:

Ein Lehrbuchfall für misslungene Krisenkommunikation!

Unternehmerischer Erfolg ist wie Skibergsteigen. Auf den Gipfel zu steigen  ist beschwerlich und dauert sehr lange. Wenn man einmal oben ist, kann man aber sehr schnell wieder abfahren – mitunter schneller, als einem lieb ist.

Wenn Sie neidisch sind auf die enorme Dynamik und Geschwindigkeit bergab, die Toyota in den letzten Wochen gezeigt hat, dann kann ich Sie trösten! Sie können das auch:

  1. Erster Schritt: Sie manövrieren sich in einen Krise gewaltigen Ausmaßes. Sie bauen so richtig Mist! Schlechteste Qualität in Ihren Produkten oder Dienstleistungen z.B.
  2. Zweiter Schritt: Sie warten! Augen zu, Ohren zu und ja nichts sagen.
  3. Dritter Schritt: Wenn der Druck der Presse zu groß wird – verstecken Sie sich als Chef. Schicken Sie immer einen (bedeutungslosen) Mitarbeiter an die PR – Front.
  4. Vierter Schritt: Lösen Sie das Problem nicht bei den Wurzeln. Betreiben Sie nur Kosmetik.
  5. Fünfter Schritt: Zuerst denken Sie immer an Ihre Betriebsergebnis, dann erst an Ihre Kunden. Vielleicht erhöhen Sie gerade jetzt die Preise. Das wirkt!
  6. Sechster Schritt: Streiten Sie alles ab und weisen Sie die Schuld immer anderen zu (z.B. den Zulieferern)
  7. Siebenter Schritt: Lenken Sie mit banalen Dingen vom Hauptproblem ab. Verwöhnen Sie die Presse (vorallem jene, die am lautesten schreien) mit kleinen Geschenken.
  8. Achter Schritt: Und das wichtigste! Spielen Sie auf Zeit! Irgendwann löst sich jedes Problem. Auch das Ihrer “guten” Marke.

Toyota hat es vorgezeigt – machen Sie es  NICHT nach!

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Erfahrungen als Krisenstabsleiter – sensible Bankdaten, Informanten und der Geheimdienst

2. Februar 2010 von Gaudenz Weber | keine Kommentare

Beim Mitgliedertreffen des Schweizer Verbandes für Krisenkommunikation nächste Woche, 10.02.2009, wird Andre Jacomet von Ausbildung + Entwicklung von seinen Erfahrungen als Krisenstabsleiter in einem liechtensteinischen Finanzunternehmen berichten. Ein bekanntlicherweise besonders brisanter Fall, und aus bekanntem Anlass nicht weniger aktuell. Der Umgang mit einem Informanten, der sensible Kundendaten an den deutschen Geheimdienst verkaufen wollte, war die grösste Herausforderung in vorliegenden Case, zumal nicht öffentlich über den Verkauf der Daten debattiert wurde.

Andre Jacomet verfügt über grosse Erfahrung mit innovativen Ideen und deren Umsetzung in kleinen und grossen Unternehmen. Seit über 25 Jahren ist er in allen Facetten der IT tätig. Andre Jacomet ist Kurs- und Seminarleiter mit Fokus auf Technologie und Psychologie. Er ist Mitglied im Emergency Pool von “The Reputation Rescue Company” für Krisenkommunikation und verfügt über ein Diplom für Somatic Experiencing® Traumaheilungs-Therapie nach Dr. Peter Levine, was er speziell bei Kriseninterventionen und beim Coaching von Kaderleuten einbringt. Mehr Informationen auf www.andrejacomet.ch.

Wir freuen uns über weitere Anmeldungen, die einfach und formlos über den Doodle-Link möglich sind. Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen. Das Treffen findet am 10. Februar 2010 um 17:00 Uhr im Le Lyonnais Nähe HB Zürich statt.

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