Am letzten Mittwoch schilderte uns Andre Jacomet, Ausbildung + Entwicklung (andrejacomet.ch), beim Mitgliedertreffen seine Arbeit als Krisenstabsleiter in einem lichtensteinischen Finanzunternehmen. Der nicht nur aktuelle, sondern durchaus auch filmreife Fall beinhaltete alle Komponenten einer komplexen und hochdynamischen Situation, bei der schnelles, unkonventionelles und manchmal eben auch improvisiertes Handeln zur erfolgreichen Bewältigung der Krise ausschlaggebend war.
Das betreffende Unternehmen wurde unverhofft und abrupt mit einer existenzbedrohenden Situation konfrontiert, die so in den Krisen-Szenarien und -Vorkehrungen nicht vorhanden war. Die Beratung und Unterstützung von externen Beratern war für das Institut von grösster Wichtigkeit, da zum einen der Krisenstab selbst in die Krise verwickelt hätte sein können und zum anderen die Thematik für das Lichtensteiner Finanzumfeld hoch emotional und destabilisierend war. Der berühmte “Blick von aussen” war wohl entscheidend für die Bewältigung der Situation. Zudem wurde das Unternehmen natürlich in professioneller Datenbeschaffung und Krisenstabsarbeit unterstützt.
Andre Jacomet überraschte die Mitglieder des Verbandes an diesem Abend mit einer Entwicklung des Falles, die man sonst nur aus dem Kino kennt. Geheime Treffen, Überwachung durch den Geheimdienst, abgehörte Telefone und Autoverfolgungsjagden. Der Fall ist derart brisant, dass hier auf weitere Details verzichtet werden muss. Vielen Dank an Andre für die lebhafte und engagierte Nacherzählung eines sehr lehrreichen Krisenfalles.
